Einzelhandel: Krise gab es auch vor Corona

Man hört es immer häufiger und zwar die Krise im Einzelhandel. Fast jeden Tag gibt es neue Insolvenzen. Ein Schuldiger ist auch sofort gefunden, nämlich die Corona-Pandemie.

Alleine in Deutschland sollen 50.000 Einzelhändler Pleite gehen und in der Schweiz werden es prozentual auch nicht weniger sein. Im März waren praktisch alle Einzelhändler geschlossen und im Sommer blieben die Kunden aufgrund von Abstandsregelungen und der allgemeinen Maskenpflicht in Geschäften auch weg. Beides hat zu Umsatzeinbussen geführt.

Schaut man aber genauer hin, dann stellt man fest, dass die Krise schon vor Corona da war. Das Virus war vielmehr ein Beschleunigtes Faktor für die Schießungen. Spätestens in 12 oder 24 Monaten wären die meisten Einzelhändler sowieso davon betroffen gewesen.

Vor allem Schuhläden, Spielwaren und Schmuck Geschäfte sind stark betroffen.

Um etwa 120 Prozent sind die realen Umsätze des Onlinehandels zwischen 1999 und 2019 gestiegen. Im gleichen Zeitraum büsten die Kaufhäuser 42,1 Prozent ein. Zwar konnte der Einzelhandel um 11,2 Prozent zulegen, aber das Wachstum ist immer noch geringer als das im Onlinehandel.

Der Einzelhandel wird aber keinesfalls aussterben. Kunden schätzen am Einzelhadenl vor allem, dass man sich vor Ort beraten und die Waren ansehen kann. Da müssen Einzelhändler mehr hinsehen und das Potenzial nutzen.